Augenklinik Potsdam

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Katarakt-OP

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Multifokal-Linsen
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Fast jeder Zweite im Alter über 65 ist mehr oder weniger von Trübungen der Augenlinse, dem sogenannten Grauen Star (Katarakt) betroffen. Die vielfältigen Behandlungsalternativen beruhen auf dem operativen Austausch der getrübten Augenlinse gegen eine Kunstlinse (IOL). In unserer Augenklinik setzen wir sowohl ein breites Spektrum an Spezialdiagnostik als auch Behandlungsmethoden ein. Gemeinsam mit dem Patienten wählen wir die jeweils optimalen Verfahren aus.

 

Bei der Operation der „Katarakt“, der getrübten Linse, wird diese gegen eine Kunstlinse (Intraokularlinse = IOL) ausgetauscht.

Ziel ist meistens für Patient wie Operateur eine „Punktladung“, d. h. ein Ergebnis ohne Restrefraktion, d. h. später keine Fernbrille zu tragen.

Die Strategien und Möglichkeiten sind je nach Art des Eingriffes unterschiedlich.


1. Voraussetzung

  • Ultraschallbiometrie und Vermessung des Auges mit dem IOL-Master zur Berechnung der IOL
  • Hornhauttopographie und Hornhautdickenmessung zur Darstellung des Astigmatismus und der Hornhautform
  • Endothelzellbiometrie der Hornhaut zur Beurteilung der Gewebequalität
  • Messung des Pupillendurchmessers

2. Optimierte OP-Technik

  • Variable Kleinschnitttechnik, ggf. mit Laser

3. Individuelles IOL-Angebot

Das Ziel bei der OP ist die Erreichung eines Restbrillenwertes unter +/- 0,5 Dioptrien. Dies wird laut großen Statistiken mit Standard-IOL nur in etwa 30% der operierten Fälle erreicht. Ursachen sind trotz aufwendiger präoperativer Diagnostik, verbesserten OP-Techniken sowie Präzision in der IOL-Herstellung vor allem in der postoperativen Vorderkammertiefe, dem Abstand der eingesetzten neuen Linse von der Hornhaut zu sehen. Dieser ist trotz tausendfacher Beobachtungen im Einzelfall nicht sicher vorherzusagen.

Eine revolutionäre Weiterentwicklung löst nunmehr dieses Problem: Die Calhoun Light Adjustable Lens (durch Licht anpassbare Linse) kann durch genau dosierte UV-Bestrahlung noch nach der Implantation „feinjustiert“ werden. Dieses Prinzip der postoperativen Korrektur einer Intraokularlinse wurde von Prof. Robert Grubbs entwickelt, einem der Chemie-Nobelpreisträger des Jahres 2005!

Wir implantieren diese IOL seit Juni 2008.